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<title>kinofenster.de - News</title>
<description>Hier finden Sie die aktuellen News von kinofenster.de</description>
<link>http://www.kinofenster.de</link>
<language>de-de</language>
<copyright>Bundeszentrale für politische Bildung</copyright>
<managingEditor>info@kinofenster.de (Bundeszentrale für politische Bildung)</managingEditor>
<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 00:00:05 +0200</pubDate>
<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 00:00:05 +0200</lastBuildDate>
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<title>Schau hin!Medienpass</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Die Initiative Schau hin! Was Deine Kinder machen bietet auf ihrer Internetseite schau-hin.info den Schau hin! Medienpass an. Er informiert Eltern, worauf sie bei der Medienerziehung achten müssen und wie sie ihre Kinder in alltäglichen Situationen anleiten können, Medien verantwortungsvoll zu nutzen.<br />
<br />
Um den Schau hin! Medienpass zu bekommen, müssen Eltern einige Fragen zum Umgang mit TV, Internet, Handy und Games beantworten. Wurden alle Fragen richtig gelöst, erhalten die Teilnehmenden als kleine Anerkennung den Medienpass – unterschrieben von Schau hin!-Botschafter Jörg Pilawa. <br />
<br />
Eltern können sich nach dem Test sicher sein, dass sie wissen, worauf sie achten müssen, um ihren Kindern den richtigen Umgang mit elektronischen Medien zu vermitteln. <br />
<br />
Schau hin! Was Deine Kinder machen ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Schau hin! Was Deine Kinder machen informiert Eltern über die Angebote moderner Medien wie Fernsehen, Internet, Mobilfunk und Computerspiele und gibt Hilfestellung für den kindgerechten Umgang mit Medien. <br />
<br />
www.schau-hin.info.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/schau_hin_medienpass_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32222</guid>
<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 19:08:49 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Aktuelle FBW-Prädikate</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[In ihrer 13. Sitzung in diesem Jahr hat die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) auch Sammys Abenteuer - Die Suche nach der geheimen Passage (Ben Stassen, Kinostart 28.10.2010) einen Animationsfilm über eine mutige Schildkröte als besonders wertvoll ausgezeichnet.<br />
<br />
Ein weiterer als besonders wertvoll erachteter Film, die Doku Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane (Kinostart 08.10.2010), beschäftigt sich mit der Natur. Allerdings fällt diese filmische Auseinandersetzung von Regisseur Rupert Murray weitaus kritischer aus als der Kinderfilm. Ebenfalls mit dem höchsten Prädikat geehrt wurde Was wird bleiben. Der ambitionierte Dokumentarfilm von Knut Karger widmet sich diesen existentiellen Fragen nach der Endlichkeit unserer Zivilisation. <br />
<br />
Eine vollständige Liste aller ausgezeichneten Filme findet sich auf der Website der FBW. <br />
<br />
www.fbw-filmbewertung.com<br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/fbw_13_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32220</guid>
<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 18:50:26 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Eröffnung BRITFILMS</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Am 2. September 2010 eröffnet die 4. Ausgabe des englischsprachigen Filmfestivals BRITFILMS der AG Kino - Gilde dt. Filmkunsttheater im Cinema-Arthouse Osnabrück mit Sondervorführungen der Filme The Race (Das große Rennen) von André F. Nebe (Irland/Deutschland 2009, Altersempfehlung: ab 8 Jahre, Vorführung in Anwesenheit des Regisseurs) und It's a Free World von Ken Loach (England, Irland, Deutschland, FSK: 12, Altersempfehlung: ab 14 Jahre). Beide Filme laufen im englischsprachigen Original mit Untertiteln.<br />
<br />
Das Cinema-Arthouse Osnabrück zeigt die Filme zum Eröffnungspreis von 2,00 Euro und lädt Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Vorführung herzlich zu einem moderierten Filmgespräch ein.<br />
<br />
BRITFILMS ist eine Schulfilmreihe der AG KINO–GILDE, des Verbandes der Programmkinos und Filmkunsttheater Deutschlands. Sechs britische Filme touren 16 Monate lang durch die deutschen Kinos und werden von den Kinobetreibern in Schulvorführungen für Kinder im Alter von 8-18 Jahren eingesetzt. Alle Filme werden im Original oder im Original mit Untertiteln gezeigt. Schulvorstellungen können direkt in den teilnehmenden Kinos gebucht werden, Unterrichtsmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer werden bereit gestellt. <br />
<br />
Alle Filme und Termine: <br />
http://www.britfilms.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/britfilms_eroeffnung_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32190</guid>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 08:37:26 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Spatzenkino im September</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Jede Menge Igel krabbeln im September durch die Brandenburger Spatzenkinos. Das moderierte Kurzfilmprogramm mit Spielpausen dauert 45 Minuten und ist ab 4 Jahren empfohlen.<br />
<br />
Klein, rund und niedlich ist so ein Igel. Aber wer schon mal versucht hat mit einem Igel Walzer zu tanzen, der weiß, das ist wahrhaft Ein stacheliges Vergnügen (Heinz Nagel, DDR 1976). Der Flachfigurenfilm erzählt vom armen Igelchen, mit dem keines der Waldtiere das Tanzbein schwingen will. <br />
<br />
Der Silhouettenfilm Hans, mein Igel (DDR 1984) unter der Regie von Horst Tappert stellt einen ganz andersartigen Igel vor. Der Schuster wünscht sich sehnlich ein Kind. &quot;Und wenn es nur ein Igel wär!&quot; So bringt seine Frau ein Igelkind zur Welt. Seinen besonderen Charakter verdankt der Film der Technik der Silhouettenanimation, bei der die dunklen Figurenumrisse mit Licht unterlegt werden. <br />
<br />
Dreieinigkeit (Hans-Ulrich Wiemer, DDR 1987) steht am Ende des Programms, wenn sich drei Igelfreunde um einen Apfel streiten und dann sehen, dass man ihn auch zu dritt genießen kann. <br />
<br />
Kontakt: 030 / 2355-6253, info@spatzenkino.de <br />
<br />
Termine und Informationen:<br />
www.spatzenkino.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/spatzenkino_im_september_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32189</guid>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 08:24:08 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Filmeinreichung: Video/Filmtage Koblenz</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Noch bis zum 10. September 2010 können Beiträge für den bundesweiten Wettbewerb für Filme aus der Nachwuchsszene, aus der freien Szene und der medienpädagogischen Arbeit eingereicht werden.<br />
<br />
Jugendgruppen, Schulklassen, Seniorengruppen, Studenten/innen, freie Gruppen und alle Filminteressierte und freie Filmschaffende können Filme einreichen, die nicht gewerblich produziert worden sind. Besondere Bedingungen gelten für den Preis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.<br />
<br />
Von einer Vorjury werden Beiträge aus allen Bereichen ausgewählt. Gruppen aus der Medienpädagogik werden direkt zur Preisverleihung eingeladen, aus den anderen Bereichen werden Macher/innen nach Koblenz eingeladen, um mit der Jury gemeinsam die Wettbewerbsbeiträge zu sichten.<br />
<br />
Die video/film tage wollen sehen und zeigen, was in der ganz jungen, in der jungen und in der freien Medienszene an Arbeiten entstehen.<br />
<br />
Kontakt: info(at)videofilmtage.de<br />
Weitere Informationen:<br />
www.videofilmtage.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/filmeinreichung_video_filmtage_koblenz_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32188</guid>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 08:12:55 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>&quot;Cine Móviles&quot; – Argentinisches Wanderkino</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Argentinien gehört zu den wichtigsten lateinamerikanischen Filmländern. Das von der bpb geförderte Projekt &quot;Cine Móviles&quot; bringt Filme in der Tradition des Wanderkinos nach Deutschland, die sich mit der politischen und sozialen Realität in Argentinien auseinandersetzen. <br />
<br />
Sie eignen sich für alle Altersgruppen und werden von einer kurzen Einführung zum jeweiligen Film begleitet. Das Cine Móvil in Deutschland stellt dabei nicht nur diese schöne argentinische Tradition vor, sondern macht zugleich auf ein wachsendes Problem aufmerksam: Auch in Deutschland sind mittlerweile viele Regionen zu kinofreien Zonen geworden und viele Familien können sich den Eintritt nicht leisten.<br />
<br />
Alle Filme laufen in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Diese können auf Wunsch des Publikums aber auch &quot;live&quot; eingesprochen werden, z.B. bei einem Kinderfilm. Ein Film für kleinere Kinder läuft außerdem in der deutsch synchronisierten Fassung.<br />
<br />
Weitere Informationen:<br />
www.bpb.de/veranstaltungen]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/cine_moviles_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32187</guid>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 08:01:55 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Wettbewerb Digitale Identität 2020</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Bis zum 30. September 2010 können Junge Leute zwischen 14 und 26 Jahren in Form von Filmen, Comics oder Kurzgeschichten Konzepte, Ideen und Visionen zum digitalen Leben und digitalen Identitäten im Jahr 2020 einreichen.<br />
<br />
Was darf oder sollte man im Netz über sein reales Leben preisgeben? <br />
Wem erzählt man was? Für welche Aktivitäten braucht man seine echten Daten?<br />
Wann kann oder darf man ein erfundenes Profil nutzen?<br />
<br />
Veranstaltet wird der Wettbewerb Digitale Identität 2020 von BITKOM und Deutschland sicher im Netz e.V. Als erste Preise sind in zwei Alterskategorien jeweils 2.500 Euro zu gewinnen.<br />
<br />
Weitere Informationen:<br />
www.sicher-im-netz.de/privatnutzer/Wettbewerb.aspx<br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/wettbewerb_digitale_identitaet_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32148</guid>
<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 07:25:49 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>MIXED UP - Preisverleihung und Auftaktveranstaltung</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Die Bewerbungsphase im Wettbewerb um die MIXED UP-Preise 2010 für Kooperation zwischen Kultur und Schule ist abgeschlossen. Mitte September wird die Fachjury entscheiden, welche der 381 Kooperationsteams aus Schulen und Kulturpartnern mit einem der 6 Preise ausgezeichnet werden, die mit jeweils 2.500 Euro dotiert sind. <br />
<br />
Die offizielle Preisverleihung findet am 25. Oktober 2010 in Berlin. <br />
<br />
Im Anschluss daran erfolgt am 26. Oktober die Auftaktveranstaltung der MIXED UP Akademie, in der Fachkräften und Experten/innen aus Schule und Kultur im Rahmen von Workshopreihen und Austauschplattformen die Gelegenheit gegeben werden soll, Praxis-, Vernetzungs- und Qualitätsmodelle zu reflektieren und zu entwickeln und so Fachimpulse bundesweit auszutauschen.<br />
<br />
www.mixed-up-wettbewerb.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/mixed_up_preisverleihung_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32147</guid>
<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 07:20:14 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Was tun gegen Neonazis?</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Ein neuer Video-Clip von jugendschutz.net und der Online-Beratung gegen Rechtsextremismus gibt Tipps für den Umgang mit rechten Inhalten im Netz.<br />
<br />
An wen kann ich mich wenden, wenn mein Kumpel plötzlich im Nazi-Look auftritt? Was kann ich tun, wenn ich im Internet auf rassistische Parolen stoße? Solche Fragen beantwortet ein neuer Video-Clip, der ab sofort unter anderem bei YouTube und MyVideo zu sehen ist. Er entlarvt rechtsextreme Strategien und gibt Tipps, was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann. Erstellt haben ihn jugendschutz.net und die Online-Beratung gegen Rechtsextremismus.<br />
<br />
&quot;Es ist ungemein wichtig, zu zeigen, dass es gute Strategien gegen Rechtsextremismus gibt und jeder etwas tun kann&quot;, sagt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, die beide Organisationen fördert. &quot;Gerade User in Social Communities können auf vielfältige Weise selbst offensiv gegen menschenverachtende und antidemokratische Parolen vorgehen und dadurch soziale Verantwortung im Internet zeigen.&quot;<br />
<br />
Tipps, wie so etwas am besten funktioniert, gibt es auf der Website www.hass-im-netz.info, einem neuen Informationsangebot von jugendschutz.net, der länderübergreifenden Stelle für den Jugendschutz im Internet. Beispielsweise kann man dort – auch anonym – Hinweise auf Nazi-Symbole und Hass-Parolen im Netz geben. jugendschutz.net geht gegen diese Seiten vor und erreicht über den Kontakt zu Providern, dass rechtsextreme Inhalte entfernt werden.<br />
<br />
Direktlinks zum Spot Wir sind online. Damit Neonazis offline gehen!<br />
www.youtube.com  <br />
www.hass-im-netz.info<br />
<br />
Kontakt für Rückfragen: <br />
Hanna Wittstadt, hw@jugendschutz.net, Tel.: 06131 / 3285-317<br />
 <br />
www.jugendschutz.net<br />
www.hass-im-netz.info<br />
www.online-beratung-gegen-rechtsextremismus.de<br />
<br />
(Quelle: bpb.de)<br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/was_tun_gegen_neonazis_2_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32146</guid>
<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 07:16:38 +0200</pubDate>
</item>

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<title>Jury der Ev. Filmarbeit: Film des Monats September 2010</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt als Film des Monats September 2010  Defamation von Yoav Shamir. Defamation (Dänemark/USA/Israel/Österreich 2009) startet am 26. August 2010 in den Kinos.<br />
 <br />
&quot;Defamation stellt Fragen, will aber nicht ernsthaft in Frage stellen, dass es Antisemitismus gibt. Regisseur Yoav Shamir folgt vielen Spuren, die nie zu einfachen Antworten, sondern zu mehrdeutigen Erfahrungen führen: zu Vermischungen von Ignoranz, Klassenkonflikten und rassistischen Klischees... Man wird über diesen Film streiten, ihn gegen falsche Freunde verteidigen müssen. Diese Mühe sollte man sich machen&quot; rät die Jury der Evangelischen Filmarbeit.<br />
<br />
Die Jury würdigt Filme, die dem Zusammenleben der Menschen dienen, zur Überprüfung eigener Positionen, zur Wahrnehmung mitmenschlicher Verantwortung und zur Orientierung an der biblischen Botschaft beitragen. Sie berücksichtigt dabei gleichermaßen die filmästhetische Gestaltung, den ethischen Gehalt und die thematische Bedeutsamkeit des Films. Mit ihrer Auszeichnung empfiehlt die Evangelische Filmjury Filme zur breiten öffentlichen Diskussion.<br />
<br />
www.filmdesmonats.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/fdm_september_2010_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32145</guid>
<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 07:07:12 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Letzter Aufruf: LUCAS Kinderfilmfestival und KI.KA suchen den besten Kurzfilm</title>
<category>Pressemeldung</category>
<description><![CDATA[Noch bis zum 29. August können Kinder ihren Kurzfilme bis zu zwei Minuten zum Thema Freundschaft für den Filmwettbewerb des Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS (5.-12.09.2010) und die Sendung TRICK.BOXX Kino! einreichen.<br />
<br />
Wer sind deine Freunde, warum sind sie Dir wichtig und was ist so toll an eurer Freundschaft? <br />
<br />
Es gibt keine Vorgaben, der Film kann nur mit einer Kamera gedreht oder komplett am Computer zusammengesetzt worden sein. Kombinationen aus echten Szenen und gemalten Bildern sind möglich, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. <br />
<br />
Wichtig ist, dass der Film nicht länger als zwei Minuten ist. Einsendeschluss ist der 29. August 2010. <br />
<br />
Während des Festivals werden die besten Filmeinreichungen vorgestellt. Bei der feierlichen Preisverleihung am 11. September um 18 Uhr wird der Gewinnerfilm aufgeführt<br />
<br />
<br />
Weitere Informationen und Anleitungen zum Film:<br />
www.kika.de<br />
<br />
www.lucasfilmfestival.de]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/newsundtermine/news/letzter_aufruf_lucas_2010_filmwettbewerb_news/</link>
<guid isPermaLink='false'>Pressemeldung/32144</guid>
<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 07:00:50 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Arbeitsblatt</title>
<category>Artikel</category>
<description><![CDATA[Der Anime-Film Ponyo bietet auch für jüngste Zuschauer/innen Identifikationsangebote: Er erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier Fünfjähriger, die ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse finden und gegenüber ihren Eltern durchsetzen. Dieses beeindruckend gezeichnete Abenteuer am Meer enthält zugleich eine kritische Sicht auf das Verhältnis von Mensch und Umwelt und zeigt, wie Menschen reagieren, wenn das natürliche Gleichgewicht zerbricht. Ponyo bietet daher sowohl inhaltlich als auch ästhetisch Anknüpfungspunkte für unterschiedliche Fächer und den vorfachlichen Unterricht. <br />
<br />
Die Arbeitsvorschläge richten sich an Grund- und Sekundarschüler/innen und sind nach Klassenstufen differenziert. Sie schulen anhand von Szenenfotos schon im Vorfeld der Filmsichtung die Wahrnehmung der jungen Zuschauer/innen (Aufgabe 1), fokussieren durch Beobachtungsaufträge die wesentlichen Merkmale des Anime-Films und dessen Filmsprache (Aufgabe 2), klären inhaltliche Fragen (Aufgabe 3) und bieten - für ältere Schüler/innen - handlungs- und produktionsorientierte Impulse, um selbst den Anime-Stil auszuprobieren (Aufgabe 4). <br />
Aufgabe 1: Sich über Erwartungen an den Film austauschen (Deutsch, Medienkunde, Vorfachlicher Unterricht)<br />
<br />
Ab Klasse 1<br />
Vor der Filmsichtung:<br />
<br />
<br />
Schau dir dieses Bild aus Ponyo an: <br />
<br />
    Wie sieht der Junge aus?<br />
    Was ist im Hintergrund zu sehen?<br />
    Welche Farben erkennst du?<br />
    Welche Einzelheiten entdeckst du?<br />
<br />
<br />
Überlege: <br />
<br />
    Was ist wohl kurz vorher passiert?<br />
    Was könnte der Junge denken?<br />
    Wer oder was verbirgt sich in dem Marmeladenglas?<br />
    Was passiert als nächstes?<br />
<br />
Erzähle oder schreibe eine kurze Geschichte zu dem Bild.<br />
 <br />
Nach der Filmsichtung:<br />
<br />
    Vergleiche deine Ideen mit der Geschichte, die der Film erzählt.<br />
<br />
Ab Klasse 3<br />
Vor der Filmsichtung:<br />
<br />
Der Film Ponyo trägt den Untertitel Das große Abenteuer am Meer. <br />
<br />
    Welche Orte, Figuren und Ereignisse erwartest du?<br />
    Welche anderen Filme oder Geschichten kennst du, die im oder am Meer spielen?<br />
 <br />
<br />
Nach der Filmsichtung:<br />
<br />
Vergleiche deine Ideen mit der Geschichte, die der Film erzählt.<br />
<br />
Aufgabe 2: Beobachtungsaufgaben zur Filmsprache (Deutsch, Medienkunde, Vorfachlicher Unterricht)<br />
<br />
Ab Klasse 1<br />
<br />
    Die Figuren in einem Anime-Film haben besonders große Augen und große Pupillen. Die Augen verraten dir schnell, wie sich eine Figur fühlt. Welche unterschiedlichen Gefühle von Ponyo und Susuke kannst du auf Anhieb erkennen?<br />
    Achte auf die Szenen, in denen Ponyo etwas in der Überwasserwelt lernt.<br />
<br />
    Was lernt sie?<br />
    Wie zeigt sie die Kamera, wenn sie etwas lernt? - nur mit ihrem Gesicht oder mit dem ganzen Körper?<br />
<br />
<br />
 	<br />
Ab Klasse 3<br />
<br />
Das Meer ist auch eine Hauptfigur in Ponyo: Achte darauf, wie das Meer in freundlicher Gestalt und wie es in Aufruhr gezeichnet ist. <br />
<br />
    Welche Formen, Figuren und Farben hat das Meer?<br />
    Wie wird das Meer von den Kindern Ponyo und Sosuke wahrgenommen?<br />
    Wie wird es von den Erwachsenen wahrgenommen?<br />
<br />
Vergleiche den Film mit anderen Abenteuer-Filmen: Vergeht dieses Abenteuer am Meer eher schnell oder eher langsam? <br />
<br />
Berichte der Klasse: <br />
<br />
    Hast du genügend Zeit, einzelne Bildern von der Natur oder von den Figuren zu betrachten oder sind sie an dir vorbei gerast?<br />
    Welche Bilder hast du noch gut in Erinnerung?<br />
<br />
 <br />
Aufgabe 3: Filminhalt und Filmaussagen klären (Vorfachlicher Unterricht, Deutsch)<br />
<br />
Ab Klasse 1<br />
<br />
    Schlüpfe in die Rolle von Ponyo oder von Sosuke und stelle dich deiner Sitznachbarin oder deinem Sitznachbarn als diese Person kurz vor:<br />
<br />
    Was sind deine Wünsche?<br />
    Was macht dich wütend?<br />
    Was macht dich traurig?<br />
    Was macht dich glücklich?<br />
    Was hast du in dem Abenteuer am Meer erlebt?<br />
    Welche anderen Personen aus dem Film magst du besonders? Welche Personen magst du gar nicht? Erkläre auch, warum du sie magst oder nicht magst.<br />
 <br />
Beschreibe mit Hilfe des Szenenfotos Fujimoto und Ponyo: <br />
<br />
    Was hat Ponyo vor?<br />
    Was denkt Fujimoto über Ponyos Pläne?<br />
 <br />
<br />
<br />
Ab Klasse 3<br />
<br />
Erkläre, warum im Film die Erde und das Meer aus dem Gleichgewicht geraten. Kann das auch &quot;in echt&quot; passieren?<br />
<br />
Denke an das Filmende zurück: <br />
<br />
    Unter welcher Bedingung kann Ponyo ein Mensch sein und bleiben?<br />
    Ist diese Bedingung deiner Meinung nach schwierig oder leicht einzuhalten?<br />
 <br />
Spielt eine Szene, die Ponyo und Sosuke ein Jahr später zeigt.<br />
<br />
Aufgabe 4: Anime-Ästhetik selber ausprobieren (Medienkunde, Kunst, Deutsch) <br />
<br />
Ab Klasse 5<br />
<br />
Zeichne selbst eine Figur, die den Anime-Merkmalen entspricht (beispielsweise mit Hilfe der Anleitung unter www.skizzen-zeichnungen.de/mangas-und-anime-zeichnen.html).<br />
<br />
    Gib ihr einen Namen, stelle sie in einer eindeutigen Stimmung (fröhlich, traurig, zornig, angestrengt, verschämt) dar und lass deine Mitschüler/innen diese Stimmung erraten.<br />
<br />
Gestalte eine Collage zum Thema Mensch und Umwelt im Anime-Stil. Orientiere dich dabei an den Naturbildern in Ponyo. <br />
    Entscheide, ob deine Collage ein harmonisches Bild zeigen soll oder auf Umweltzerstörung aufmerksam macht.<br />
<br />
Hängt alle Anime-Figuren und Collagen im Klassenraum aus.<br />
<br />
    Wählt drei Figuren und zwei Collagen aus. Setzt euch zu fünft zusammen und entwickelt eine kurze Geschichte, in der die Figuren innerhalb der Landschaften handeln.<br />
    Zeigt einen Ausschnitt aus dieser Geschichte. Klebt dazu die Figuren in die Landschaften hinein und ergänzt Sprech- oder Gedankenblasen.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/filmeundthemen/aktuellemonatsausgabe/arbeitsblatt_1009/</link>
<guid isPermaLink='false'>Artikel/32143</guid>
<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:33:31 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Anregungen für den Unterricht</title>
<category>Artikel</category>
<description><![CDATA[<br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/filmeundthemen/aktuellemonatsausgabe/unterrichtsvorschlaege_1009/</link>
<guid isPermaLink='false'>Artikel/32142</guid>
<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 21:29:56 +0200</pubDate>
</item>

<item>
<title>Warum hast du so große Augen? Ästhetische Merkmale japanischer Zeichentrickfilme</title>
<category>Artikel</category>
<description><![CDATA[Animationsfilme aus Japan, so genannte Animes, zeichnen sich durch einen Inszenierungsstil aus, der sich zum Teil deutlich von Produktionen aus den USA oder Europa unterscheidet und oft tief in der japanischen Kultur verwurzelt ist. Gerade diese ungewöhnliche, andere Erzählform macht den Reiz dieser Filme aus oder fordert Kritik heraus.<br />
Eine andere Wahrnehmung<br />
So universell verständlich Bilder auch zu sein scheinen, so deutlich werden die Unterschiede in der Wahrnehmung, wenn sich die Leserichtung verändert. Japanische Bücher und Comics, so genannte Mangas, werden – aus westlicher Sicht – von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen. Daher kommt zum einen dem rechten Bildfeld in Animationsfilmen eine besondere Bedeutung zu – wichtige Handlungselemente erscheinen rechts – zum anderen erhalten Blickrichtungen eine andere Bedeutung: Der Blick in die Vergangenheit etwa richtet sich demnach nach rechts aus dem Bild und eine diagonale Bewegungsrichtung von rechts oben nach links unten verstärkt nach japanischer Leserichtung eher die Dynamik und führt abwärts, während sie aus westlicher Sicht als verlangsamend interpretiert wird.<br />
Figuren und kulturelle Codes<br />
Offensichtlich hingegen sind die großen Kulleraugen und die aus wenigen Strichen bestehenden Gesichter und Figuren, die zum Markenzeichen japanischer Zeichentrickfilme geworden sind und mit denen sich diese deutlich von den detaillierten Hintergrundzeichnungen abheben. Bisweilen wird die runde Form der Augen als Orientierung an einem westlichen Schönheitsideal interpretiert. Die Erklärung jedoch ist viel einfacher: Durch die großen Augen und die Betonung der Pupillen – der Zeichenstil geht angeblich auf den berühmten Mangazeichner Osamu Tezuka zurück, der wiederum stark von Disney beeinflusst wurde – kann zeichnerisch einfach und für die Zuschauenden schnell erkennbar eine große Bandbreite an Emotionen dargestellt werden. Zwar verfügen Animes in dieser Hinsicht über einen größeren Spielraum als Mangas, in denen jede Bewegung durch eindeutige, manchmal grotesk wirkende Gesten für die schnellere Lesbarkeit in einem Einzelbild auf den Punkt gebracht werden muss. Doch auch in Animes haben sich bestimmte Codes durchgesetzt, die teilweise ohne kulturelles Hintergrundwissen nicht mehr dechiffrierbar sind. So haben etwa die Haarfarben der Figuren bestimmte Bedeutungen für deren Charaktereigenschaften – und die schwarze Haarfarbe gilt nach der japanischen Lesart eher als typisch, blond hingegen als fremd. Was die Mimik betrifft, so deuten Schweißtropen auf große Anstrengung hin, rote Backen auf Scham und Nasenbluten auf sexuelle Erregung. Mit diesem Wissen etwa erhält das Ende von Summer Wars (Samâ wôzu, Japan 2009) von Mamoru Hosoda eine andere Bedeutung, ohne vulgär zu werden.<br />
Wie im Realfilm<br />
Katsuhiros Otomos Akira (Akira, Japan 1988) gilt als Initialzündung der weltweiten Beachtung von Animes. Schon die Eröffnungssequenz durchbrach damals mit aller Wucht die Erwartungen an einen Zeichentrickfilm: Anstelle statischer Hintergründe versetzt Otomo die Zuschauenden bei einer Auseinandersetzung zweier Motorradgangs, die durch die Straßen einer riesigen Metropole rasen, ins Zentrum des Geschehens. Die Inszenierung lehnt sich mit den Lichteffekten sowie den zahlreichen wechselnden Einstellungen und Kameraperspektiven an Realfilme an – eine Technik, die Otomo zuvor auch mit einzelnen Bildpanelen in seiner gleichnamigen Manga-Serie angewendet hatte. Ebenfalls in Anlehnung an einen üblichen Mangastil greift Otomo das Konzept der so genannten Speed Lines auf, indem der Hintergrund aufgrund der Bewegung auf Linien reduziert und dadurch umso mehr die Geschwindigkeit simuliert wird. Das Ergebnis ist ein dynamisches Erlebnis, das die Unterschiede zwischen Animationsfilm und Realfilm in der Wahrnehmung verwischen lässt. Doch mehr noch als solche expressiv und rasant montierten Szenen bleiben jene in Erinnerung, die nicht auf Action, sondern Kontemplation setzen.<br />
Poesie des Stillstands<br />
Eine typische Bildfolge japanischer Comics beschreibt Scott McCloud in seinem Buch Comics richtig lesen als Aneinanderreihung einzelner statisch wirkender Aspekte. In solchen Bilderfolgen geschieht im Grunde nichts – sie sollen eine Stimmung vermitteln. Genau diesen Stil haben Animes übernommen: Wenn etwa Major Kusanagi, eine Spezialagentin mit Cyborgkörper, in Mamoru Oshiis Science-Fiction-Klassiker Ghost in the Shell (Kōkaku Kidōtai, Japan 1995) plötzlich beginnt, an ihrer Identität und Unverwechselbarkeit zu zweifeln, begibt sie sich auf eine Bootsfahrt durch die Metropole. Nur einzelne Totalen reiht der Film in einer Montagesequenz aneinander, die durch den Score von Kenji Kawai verbunden werden; eine überaus kontemplative Szene, die das Tempo drosselt und ein Gespür für die Gefühle der Protagonistin vermittelt. Hayao Miyazaki verwendet diese Art der Inszenierung zum Beispiel in Nausicaä aus dem Tal der Winde (Kaze no Tani no Naushika, Japan 1984) und Das Schloss im Himmel (Tenkū no Shiro Rapyuta, Japan 1986) vor allem in solchen Szenen, in denen die Protagonisten/innen voller Ehrfurcht die Schönheit der Natur betrachten: Momente der Erhabenheit, in denen sich bei Miyazaki auch der Einfluss des Shinto spiegelt. Auf die Spitze treibt derzeit Makoto Shinkai diesen Stil: In seinem Langfilmdebüt The Place Promised in Our Early Days (Kumo no Mukō, Yakusoku no Basho, Japan 2004) erzählt er von der Freundschaft zweier Jungen und eines Mädchens in einer nahen alternativen Zukunft. Einen Sommer lang sehnen sich die drei Jugendlichen danach, irgendwann den schmalen hohen Turm zu erreichen, den sie aus der Ferne sehen können – bis das Mädchen plötzlich verschwindet. Die Inszenierung vermittelt das eigenartige Gefühl jener Lebensphasen, in denen sich etwas verändert und die Zeit doch stillzustehen scheint. Shinkai bettet seine Figuren in äußerst realistisch wirkende, detaillierte Hintergrundzeichnungen ein und verwendet aufwändig animierte Lichteffekte. Seine Bilder laden zum Betrachten und Versinken ein – Bilder voller Ruhe und Poesie.<br />
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Literaturtipps<br />
McClound, Scott: Comics richtig lesen, Hamburg 1994<br />
Schodt, Frederick L: Dreamland Japan, Berkeley 1996<br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filmeundthemen/aktuellemonatsausgabe/warum_hast_du_so_grosse_augen_aesthetische_merkmale_japanischer_zeichentrickfilme/</link>
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<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 17:55:46 +0200</pubDate>
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<title>Zwischen Fachwerkhaus und Shinto-Tempel: Die gezeichneten Welten von Hayao Miyazaki</title>
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<description><![CDATA[Schon seit Beginn der 1980er-Jahre erfreuen sich die Zeichentrickfilme von Hayao Miyazaki in Japan einer großen Beliebtheit, haben zum Teil Besucherrekorde in den Kinos gebrochen und werden auch von der Kritik hoch gelobt. Das im Jahr 1985 gegründete Studio Ghibli, in dem vor allem die neuen Filme von Isao Takahata und Hayao Miyazaki produziert werden, hat damit aus heutiger Sicht seinen Anspruch eingelöst: Maßstäbe zu setzen in der japanischen Animationsindustrie durch qualitativ hochwertige Produktionen für die Kinoauswertung. In Deutschland blieben Miyazaki und das Studio Ghibli lange Zeit unbekannt. Erst der Kinostart von Prinzessin Mononoke (Mononoke Hime, Japan 1997) im April 2001 sowie der internationale Preisregen für Chihiros Reise ins Zauberland (Sen to Chihiro no Kamikakushi, Japan 2002), vom Goldenen Bär der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2002 bis zum Academy Award im Jahr 2003, lenkten die Aufmerksamkeit auf das Werk von Hayao Miyazaki – auf Einblicke in Welten zwischen Fantasie und vertrautem Alltag, zwischen Tradition und Moderne sowie tiefsinnige Geschichten über eine harmonische Koexistenz von Mensch, Natur und Technik.<br />
Leben in Harmonie<br />
In Nausicaä aus dem Tal der Winde (Kaze no Tani no Naushika, Japan 1984) greift Miyazaki bereits das Thema auf, das sein Werk bis heute bestimmt und ein Grund dafür ist, dass vielen seiner Filme das Label &quot;Öko-Märchen&quot; verpasst wurde. Die Science-Fiction-Geschichte erzählt von Prinzessin Nausicaä, die in einer postapokalyptischen Welt sowohl zwischen zwei Staaten als auch den Menschen und riesigen insektenähnlichen Wesen vermitteln muss. Gemeinsam mit Prinz Asbel aus einem der verfeindeten Völker entdeckt sie die symbiotischen Zusammenhänge zwischen einem vergifteten Wald, den Insekten und den Menschen. <br />
Ambivalenz von Gut und Böse<br />
Es ist typisch für die Filme von Miyazaki, dass die Welt darin weder in Gut und Böse unterteilt werden kann noch dass die Beziehungen sofort durchschaubar sind. Die vergiftete, teilweise zur Bedrohung gewordene Natur, erweist sich oft als hausgemachtes Problem der Menschen, entstanden durch deren sorglosen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Helden/innen in Miyazakis Filmen sind es, die dieses Problem erkennen und zeigen, wie dennoch ein Leben in Einklang mit der Natur möglich ist. Berührend erzählt Miyazaki immer wieder von dem Wert und der lebenswichtigen Notwendigkeit dieser Harmonie. Auch in Ponyo (Gake no Ue no Ponyo, Japan 2008) beschwert sich ein Unterwasserzauberer über die Menschen, die mit ihrem Müll das Meer verschmutzt haben und die er am liebsten dafür bestrafen würde. Tief im Shinto, der zweiten japanischen Hauptreligion neben dem Buddhismus, ist dieser Harmoniegedanke und der Glaube an eine belebte Umwelt verwurzelt. Verehrt werden so genannte kami, &quot;Gottheiten&quot; im weitesten Sinne. Kami jedoch sind weder unfehlbar noch allmächtig. Sie finden sich verborgen in Menschen oder der Natur oder in Naturgewalten. Miyazakis Geschichten entspringen somit nicht dem Kalkül, ein gesellschaftlich brisantes Thema zu behandeln, sondern stellen vielmehr eine Lebensphilosophie dar, die er seinem Publikum über alle Altersgruppen hinweg ohne erhobenen Zeigefinger nahe bringen will.<br />
Japanische Mythen und Kultur<br />
Als Bildungsgeschichten im weitesten Sinne sind Mein Nachbar Totoro (Tonari no Totoro, Japan 1988) und Chihiros Reise ins Zauberland angelegt, die beide in Miyazakis Heimatland Japan spielen. Gerade in diesen setzt sich Miyazaki intensiv mit der japanischen Kultur und Geschichte auseinander und legt seine Protagonistinnen – meistens &quot;besetzt&quot; er seine Hauptrollen mit starken, selbstbewussten Mädchen – als Vorbilder für das Publikum an. Mein Nachbar Totoro führt heutigen Kindern detailliert das Leben auf dem Land in Japan Mitte der 1950er-Jahre vor Augen und verbindet den kindlichen Glauben an beschützende Geister mit dem Glauben an die belebte Natur. Für das zehnjährige Mädchen in Chihiros Reise ins Zauberland wiederum wird der Aufenthalt in einer mythischen Parallelwelt zu einer moralischen Schule, in der sie Liebe, Respekt und Selbstlosigkeit lernt. Als sich ihr Vater verfährt, gelangt die Familie zu einem Marktplatz. Gierig stürzen sich Chihiros Eltern auf die reichhaltigen Speisen – und verwandeln sich in Schweine. In einem großen Badehaus für Geister und Gottheiten muss Chihiro fortan arbeiten, wenn sie ihre Eltern von dem Fluch befreien will. Als buntes Mosaik beschreibt Miyazaki diesen Film, der japanische Traditionen und Erzählungen mit der kulturellen Sozialisation und dem modernen Reifungsprozess eines jungen Mädchens verbindet. <br />
Die Kulturen der Welt als Schatztruhe<br />
Von grundsätzlicher Bedeutung für Miyazakis Werk ist zudem, wie fantastische und reale Welten fließend ineinander über gehen und zu einer neuen umfassenden Wirklichkeitserfahrung zusammengefügt werden. Miyazaki inszeniert diese Übergänge nicht als spektakuläre Brüche, sondern zeigt sie eher beiläufig – und lässt sie dadurch umso glaubhafter und normaler werden. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die detaillierten, atmosphärischen Hintergrundzeichnungen, die auf Miyazakis Biografie zurückweisen: Bei Fernsehserien wie Heidi (Japan 1974) hat er seine Karriere als Hintergrundzeichner begonnen. Universell wirken seine Filme, weil er sich nicht nur auf die japanische Kultur bezieht. Vor allem die Einflüsse europäischer Geografie und Literatur sind unverkennbar. Die Fachwerkhäuser aus Das wandelnde Schloss (Hauru no Ugoku Shiro, Japan 2004) oder Kikis kleiner Lieferservice (Majo no Takkyūbin, Japan 1989) erinnern an Deutschland. Die Ortschaft in Das Schloss im Himmel (Tenkū no Shiro Rapyuta, Japan 1986) ist einem Dorf in Wales nachgebildet, das Miyazaki auf einer Recherchereise besucht hat. Zugleich aber spielen in dem Film auch Gerätschaften, die einem Roman von Jules Verne entsprungen zu sein scheinen, sowie eine schwebende Insel namens Laputa eine wichtige Rolle, die Miyazaki aus Jonathan Swifts Gullivers Reisen (Gulliver's Travel, 1726) übernommen hat, wenngleich sie bei ihm eine vollkommen andere Bedeutung erhält. Die Kulturen der Welt begreift Miyazaki als Schatztruhe, aus der er sich großzügig bedient. So entsteht eine neue Welt, wenngleich sie in dieser Zusammensetzung nur im Kino von Hayao Miyazaki existiert. <br />
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<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 17:30:40 +0200</pubDate>
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